„Zug in der Welt“ – Ein Blick auf die Wurzeln des Zuger Wirtschaftswunders

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AWG Kanton Zug blickt an gut besuchtem Anlass auf Industrialisierung und Innovationskraft zurück

von Matthias Ebneter

Rund 80 Interessierte folgten am heutigen Anlass der AWG Kanton Zug dem Ruf „Zug in der Welt“ und tauchten gemeinsam in die Geschichte der Zuger Industrialisierung ein. AWG-Präsident Felix Horber eröffnete die Veranstaltung und führte mit einer kurzen Anleitung durch das Programm, bevor er die beiden Referenten Ulrich Straub und Tobias Straumann vorstellte.

In ihrem Referat zeichneten Straub und Straumann ein lebendiges Bild davon, wie sich der Kanton Zug vom einstigen Agrarkanton zu einem innovativen und wirtschaftlich erfolgreichen Industriestandort entwickelte. Mit zahlreichen anschaulichen Beispielen und historischen Episoden zeigten sie auf, wie lokale Innovationen, internationaler Austausch und mutige Unternehmerentscheidungen seit dem 19. Jahrhundert ineinandergriffen.

Besonders eindrücklich war der Hinweis, dass die Zuger Industrialisierung entscheidend durch die Wasserkraft der Lorze sowie durch Finanzinvestitionen aus Zürich ermöglicht wurde – lange bevor Zug eine eigene Kantonalbank erhielt. Ebenso faszinierend war der Rückblick auf die frühen wirtschaftlichen Verbindungen: Schon früh profitierte die Region von der Handelsachse („die blaue Banane“) zwischen Italien und Nordeuropa, die Waren, Wissen und Kapital nach Zug brachte und lokale Entwicklungen beschleunigte.

Nach dem offiziellen Teil erwartete die Gäste ein ausgezeichneter Apéro mit mehreren Gängen, organisiert vom Casino Zug, der den Abend kulinarisch abrundete und Raum für angeregte Gespräche bot.

Das Projekt „Zug in der Welt“, das den Anlass thematisch trägt, widmet sich der Geschichte des wirtschaftlichen Aufstiegs des Kantons Zug und zeigt auf seiner umfangreichen Website, wie eng dieser Erfolg seit jeher mit internationalem Austausch verbunden ist. Mehr Informationen finden Sie unter www.zuginderwelt.ch