Sergio Ermotti bei der AWG Zug

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Der Präsident der Arbeitsgemeinschaft für Wirtschaft und Gesellschaft des Kantons Zug, Felix Horber, konnte am 10. Juni 2026 über 130 Teilnehmende, darunter zahlreiche Lernende von UBS und V ZUG, im ZUGORAMA begrüssen. Im Zentrum der Veranstaltung stand die Bedeutung der dualen Berufsbildung in der Schweiz.

Christoph Kilian, CEO V-Zug AG, eröffnete die Veranstaltung mit einer Grussbotschaft und stellte das Unternehmen als traditionsreichen Schweizer Ausbildungsbetrieb vor. Er betonte die Bedeutung von Qualität, Langlebigkeit, Design und Nachhaltigkeit für das Unternehmen und verwies auf die langjährige Ausbildungstradition: Die V Zug AG bildet derzeit in elf Berufen über 80 Lernende aus.

Sergio P. Ermotti, Group CEO der UBS, gewährte im darauffolgenden Podiumsgespräch, das von den Kantonsräten Anna Bieri und Fabio Iten (Die Mitte) glänzend moderiert wurde, persönliche Einblicke in seinen Werdegang. Ursprünglich habe er Fussballprofi wer-den wollen; die Banklehre sei zunächst ein pragmatischer Plan B gewesen. Rückblickend unterstrich er jedoch die prägende Wirkung der Berufslehre, die ihm ermöglichte, Wissen zielgerichtet in die Praxis umzusetzen.

Im Gespräch wurde deutlich, dass Sergio Ermotti das duale Bildungssystem, und damit die Berufslehre, als wesentlichen Erfolgsfaktor für die tiefe Arbeitslosenquote in der Schweiz betrachtet. Er hob das langjährige Zusammenspiel zwischen Wirtschaft und gesellschaftlicher Verankerung der Berufsbildung hervor. Unternehmen würden sich nicht zuletzt deshalb in der Schweiz ansiedeln, weil sie Zugang zu gut ausgebildeten Fachkräften mit Lehrabschluss hätten.

Auch heute wäre eine Karriere wie die seine noch möglich, zeigte sich der UBS-CEO überzeugt. Voraussetzung sei jedoch, dass lebenslanges Lernen selbstverständlich bleibt. Die Anforderungen an junge Menschen hätten sich verändert: Anpassungsfähigkeit, technologische Kompetenzen und praktische Erfahrung seien besonders entscheidend.

Neben fachlichen Kompetenzen gewinnen laut Herr Ermotti soziale und emotionale Fähigkeiten zunehmend an Bedeutung. Werte wie Ausdauer, Leistungsbereitschaft, Leidenschaft und die Bereitschaft, die eigene Komfortzone zu verlassen, seien entscheidend für die persönliche und berufliche Entwicklung.

Die abschliessende Fragerunde nutzten die Lernenden und Gäste als Gelegenheit, Fra-gen zu stellen, die sie zum Thema dualen Bildungssystem beschäftigen. Die Veranstaltung unterstrich die Bedeutung der dualen Berufsbildung für die Schweiz und lieferte interessante Impulse für die Weiterentwicklung des Systems.